Charakter hat mein Hund auf jeden Fall

Charakter hat mein Hund auf jeden Fall

 

 

Beim Spazierengehen ohne Leine wurde besonders deutlich, was für ein Charakter der Hund hatte.

Wir gingen gemeinsam einen Weg und beim nächsten Abbieger gab ich meiner Hündin ein akustisches Signal. Das sollte heißen, dass wir jetzt den Weg verlassen wollen. Sie schaute mich nur an  und ging ohne zu zögern den Weg ohne abzubiegen weiter. So etwas kannte ich bis zu dem Zeitpunkt noch nicht. Mehrfaches rufen hatte sie auch nicht von ihrem Kurs abbringen können. Ich stellte mir die Frage, wie ich damit umgehen sollte. Ich beschloss nun kurzerhand einfach meinen Weg weiter zu gehen. Es war ein  einsamer Wald ohne Gefahr für das Tier.

Natürlich immer in der Hoffnung das Lena, mein Hund,  mir irgendwann  hinterherkommt. Und ständig sendete ich einen Pfiff ab, damit sie sich orientieren konnte. Nun war ich am Auto angekommen und Lena war schon da, so als sei nichts gewesen.

 

 

Der erste Urlaub mit dem neuen Hund

Lena im Schnee
Golden Retriever

 

 

Es war Winter und wir lebten in Hamburg,. Es war einer dieser Tage, an denen das nasskalte Wetter einem so richtig die Laune verdirbt. Schnee fiel und schmolz aber wieder sofort. Beim Spazieren durch die Parks oder Wälder waren die Schuhe fast immer durchnässt.

Ich hatte Lust auf Schnee und hatte es mir für meinen Hund und mich toll ausgemalt. Also, auf nach Bayern! Ein paar Vorbereitungen sollten jedoch noch getroffen werden, bevor die Reise los gehen konnte.

 

 

 

Endlich war es soweit, wir bestiegen unseren Bus Lena nahm die Bank im hinteren Teil des Fahrzeuges ein und ein Freund und ich saßen vorne. Die Heizung  aufgedreht und das Gebläse war in der höchsten Stufe auch nicht zu überhören. Eine Fahrt von acht Stunden sind ja auch schnell vorbei. Das Auto hatte mittlerweile im vorderen Teil eine angenehme Temperatur erreicht. Ich war vorne dünn bekleidet, während Lena hinten zu frieren schien. Und tatsächlich als ich meinen Hund streichelte, war sie erstaunlicherweise total kalt.

Wir hielten an und machten eine kleine Pause, für Lena und uns sicherlich eine gut Abwechslung. Ein wenig essen und trinken und etwas Bewegung war eine gute Sache. Mit dem Laufen hörte bei Lena das Frieren sofort auf. Für den Rest der Fahrt zog ich Lena meine Daunenjacke an. Die Vorderläufe in die Jackenärmel gesteckt, und den Rest der Jacke hing über dem Rücken von Lena. Das Rot der Jacke sah bei Lena bezaubernd aus. Es war offensichtlich, dass ihr die Idee mit der Jacke gut gefiel. Der Aufenthalt mit Lena  in den Bergen war war für uns alle großartig. Wir waren den ganzen Tag unterwegs und ich hatte das Gefühl, dass unser Vertrauen immer mehr wächst.

Mit anderen Hunden

Mit anderen Hunden war es ein reines Vergnügen. Es gab niemals  Streit mit den anderen Hunden, egal welchen Geschlechts sie waren. Menschen gegenüber verhielt sie sich jedoch oft merkwürdig und komisch. Ich musste Lena hin und wieder  korrigieren. Kamen uns zum Beispiel Fußgänger entgegen so ging Lena ohne auszuweichen einfach auf ihrem Kurs weiter. Nicht der Hund wich aus, sondern die Spaziergänger. Bei Radfahrern war es dasselbe, wobei ich glaube auch schon das ein oder andere Mal gesehen habe, dass sie zuschnappen wollte. Lena wirkte auf mich ein wenig unzufrieden. In Kreisen, wenn ich mit meinen Freunden zusammen war, war sie sehr lieb. 

 

 

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